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Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler beeindruckt vom Campus Garmisch-Partenkirchen
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Garmisch-Partenkirchen, 5. Juli 2026 - Wie kann Pflege auch in Zukunft menschlich, effizient und leistungsfähig bleiben? Welchen konkreten Beitrag können digitale Technologien und Robotik leisten, um Pflegekräfte zu entlasten und mehr Zeit für die direkte Arbeit mit den Menschen zu schaffen? Antworten auf diese drängenden Fragen der Pflegezukunft erhielt Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, bei ihrem Besuch am Campus Garmisch-Partenkirchen: „Wir sprechen immer wieder davon, wie digitale und technische Innovationen die pflegerische Versorgung zukunftsfest gestalten können“, so Staffler. „Der Campus zeigt ganz praktisch, welches Potenzial entsteht, wenn Wissenschaft, Pflege und kommunale Partner ihre Kompetenzen bündeln. Solche Projekte können einen wichtigen Beitrag leisten, die Pflege an den Stellen zu unterstützen, an denen sie einen unmittelbaren Zusatznutzen für die pflegebedürftigen Menschen und allen an der Pflege beteiligten Personengruppen erwirken.“
Mit Vertreterinnen und Vertretern der Lokalpolitik überzeugte sich Staffler vor Ort davon, wie das TUM Forschungszentrum Geriatronik gemeinsam mit seinen Campus-Partnern LongLeif GaPa gGmbH sowie dem Caritasverband München und Freising e. V. innovative Lösungen für die Pflege entwickeln und erproben.
Pflegefachkräfte als Co-Forschende
Das Campus Projekt verbindet Forschung, Pflege, Ausbildung und altersgerechtes Wohnen an einem Standort und steht für die enge Zusammenarbeit von Praxis, Technik und Wissenschaft. Pflegefachpersonen sind dabei aktiv in die Entwicklung praxisnaher Lösungen eingebunden, die sich an den tatsächlichen Bedarfen der Versorgung orientieren. Wie konkret diese Entwicklungen bereits sind, konnte Katrin Staffler selbst erleben: In der Roboterwerkstatt steuerte sie einen Roboterarm und gewann einen direkten Eindruck vom praktischen Einsatz der Technologien.
Daniel Schimmer, erster Bürgermeister des Marktes Garmisch-Partenkirchen, ergänzte: „Mit dem Campus entsteht ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. Hier werden Antworten auf eine der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam entwickelt. Der Besuch von Frau Staffler unterstreicht die bundesweite Bedeutung dieses Ansatzes.“
Technologie gezielt zur Entlastung einsetzen
In den Testwohnungen des Forschungszentrums demonstrierten interdisziplinäre Teams aus Wissenschaft und Pflege unter der Leitung von Dr. Martina Kohlhuber Assistenzsysteme und robotische Lösungen, die ältere Menschen im Alltag unterstützen und gleichzeitig Pflegekräfte entlasten. Im Fokus steht dabei die praxisnahe Entwicklung unter realen Bedingungen mit dem Ziel, pflegerische Tätigkeiten und organisatorische Abläufe durch sichere technische Systeme und Digitalisierung zu erleichtern. Gleichzeitig stärkt der Campus die Attraktivität des Pflegeberufs: Der Einsatz moderner Technologien eröffnet neue berufliche Perspektiven und macht die Ausbildung zukunftsfähiger. An der angeschlossenen Berufsfachschule entsteht ein Lernumfeld, in dem Pflege und Spitzentechnologie selbstverständlich zusammengedacht und vermittelt werden. Alexander König, Leiter des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz, machte die Rolle der Technologie deutlich: „Robotik ist kein Ersatz für menschliche Zuwendung – sie schafft die Voraussetzungen dafür. Wenn intelligente Assistenzsysteme körperlich belastende oder wiederkehrende Aufgaben übernehmen, gewinnen Pflegekräfte Zeit für das, was ihre Arbeit ausmacht: den persönlichen Kontakt. Genau diese Technologien entwickeln wir gemeinsam mit den späteren Anwenderinnen und Anwendern.“
Klare Rahmenbedingungen als Voraussetzung für Innovation
Im abschließenden Austausch zur Zukunft der Pflege, zum Einsatz robotischer Assistenzsysteme und zum weiteren Ausbau des Campus wurde deutlich: Damit technologische Innovationen ihr Potenzial entfalten können, braucht es verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen. Eine zukunftsfähige Pflege erfordert zudem die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Pflegebedürftigen, Angehörigen, Mitarbeitenden sowie aller Versorgungsbereiche.