MIRMI Aktuelles
Cristina Piazza erhält den Kevin P. Granata Award
NEWS |

Was bedeutet der Gewinn des Kevin P. Granata Award für Sie?
Den Kevin P. Granata Award zu erhalten, ist eine große Ehre. Kevin Granata war ein außergewöhnlicher Wissenschaftler, dessen Arbeit Ingenieurwissenschaften, Biomechanik und Neurowissenschaften miteinander verband. Zudem hat er durch sein Engagement für Mentoring und Lehre einen nachhaltigen Einfluss hinterlassen. Mit einer Auszeichnung gewürdigt zu werden, die sowohl wissenschaftliche Exzellenz als auch Mentoring wertschätzt, ist für mich besonders bedeutungsvoll. Ich sehe diese Anerkennung nicht nur als Ausdruck meiner eigenen Arbeit, sondern auch als Ergebnis der herausragenden Beiträge der Studierenden, Kooperationspartnerinnen und -partner, Mentorinnen und Mentoren sowie Teilnehmenden, die über die Jahre zu dieser Arbeit beigetragen haben.
Für welche Forschung haben Sie die Auszeichnung erhalten, und was macht diese Arbeit besonders bedeutsam oder wirkungsvoll?
Die Auszeichnung würdigt meine Beiträge zur bioinspirierten Robotik und zu menschenzentrierten assistiven Technologien. Unsere Forschung lässt sich von den Prinzipien der menschlichen sensomotorischen Kontrolle inspirieren, um künstliche Gliedmaßen zu entwickeln, die nahtlos und sicher sowohl mit den Nutzerinnen und Nutzern als auch mit ihrer Umgebung interagieren. Durch die Verbindung von Erkenntnissen aus Neurowissenschaften, Biomechanik und Robotik möchten wir über die Wiederherstellung grundlegender Funktionalität hinausgehen und Menschen mit Gliedmaßenverlust feinfühligere, intuitivere und natürlichere Interaktionen ermöglichen.
Was möchten Sie durch Ihre Forschung in Zukunft verändern oder erreichen?
Meine langfristige Vision ist es, zu einer Zukunft beizutragen, in der assistive Technologien nicht mehr als externe Werkzeuge wahrgenommen werden, sondern als integrierte Erweiterungen des Körpers. Um dies zu erreichen, braucht es Fortschritte nicht nur in der Robotik und künstlichen Intelligenz, sondern auch in unserem Verständnis davon, wie sich das Gehirn an Technologie anpasst und sie integriert.
Welche Botschaft möchten Sie jungen Forschenden mitgeben, die eine Karriere in Ihrem Fachgebiet in Betracht ziehen?
Ich möchte junge Forschende dazu ermutigen, Interdisziplinarität anzunehmen, neugierig zu bleiben und keine Angst davor zu haben, ihre Komfortzone zu verlassen. Die wirkungsvollsten Entdeckungen entstehen häufig an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Disziplinen. Vor allem sollten sie ihre Arbeit mit realen Herausforderungen und den Menschen verbinden, die davon profitieren können, und sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer im Mittelpunkt der Designentscheidungen und des wissenschaftlichen Prozesses stehen.